Quantitative Sozialforschung
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Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Im Frühjahr 2013 wurde in München eine Befragung zu gesellschaftlichen und politischen Einstellungen durchgeführt. Im Mittelpunkt stand dabei das Konzept der "Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit". Es ging also um die Frage, inwieweit feindselige Einstellungen gegen bestimmte Gruppen in der Bevölkerung bestehen und welche Faktoren mit solchen Einstellungen zusammenhängen. Untersucht wurden die Elemente Frauenfeindlichkeit (Sexismus), Antisemitismus, Zustimmung zum Nationalsozialismus/Glaube an deutsche Überlegenheit, Abwertung von Homosexuellen, Langzeitarbeitslosen, Obdachlosen, Behinderten, Ausländern, Muslimen. Gruppen­bezogene Menschenfeindlichkeit ist ein auch in München in allen gesellschaftlichen Bereichen weit verbreitetes Phänomen. Männer neigen stärker zu abwertenden Einstellungen als Frauen. Kontakt zu den betroffenen gesellschaftlichen Gruppen verringert, eine starke Identifikation mit Deutschland und politische Desillusionierung erhöhen die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Deprivation, Desintegration, Bildung und Sozialisation tragen in dieser Studie kaum zur Erklärung von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bei. Maßnahmen gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit sollten sich daher an ein breites Bevölkerungsspektrum richten.

Die Ergebnisse der Befragung, an der sich 1139 Personen beteiligt haben, liegen nun vor.

Download Ergebnisbericht (Überarbeitete Fassung vom 18.10.2013, PDF, 1,3 MB).