Quantitative Sozialforschung
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Ethnische Benachteiligung und Segregation in Wohnungsmärkten

Projektleitung

  • Prof. Dr. Katrin Auspurg, LMU München

Projektmitarbeitende

  • Andreas Schneck (M.A.), Goethe-Universität Frankfurt und LMU München
  • Dipl. Soz. Maximilian Sonnauer, LMU München

Förderung

Dr. Wolfgang und Anita Bürkle-Stiftung, Kirn

Forschungsfragen und Zielsetzung

Ziel des beantragten Projekts ist es Ausmaß, Formen und Ursachen der Benachteiligung sowie der räumlichen Segregation von Migranten auf dem deutschen Wohnungsmarkt zu erforschen. Gute Wohnbedingungen stellen eine wichtige Dimension der sozialen Integration von Migranten dar. Gut belegt ist, dass Migranten in vielen Dimensionen (wie beispielsweise Mietpreisen) auf dem Wohnungsmarkt benachteiligt sind, zudem ist auch in vielen deutschen Wohnorten eine starke räumliche Trennung (Segregation) von Einheimischen und Migranten zu beobachten. Theoretisch mögliche Gründe sind sozio-ökonomische Unterschiede (etwa andere Mietzahlungsfähigkeiten), differente Wohnpräferenzen (z. B. unterschied­liche Zahlungsbereitschaften für qualitativ hochwertigen Wohnraum), aber ebenso eine Diskrimi­nierung von Migranten und ihre fehlende Einbindung in hilfreiche soziale Netzwerke. Bislang ist die relative Wichtigkeit dieser einzelnen Aspekte unklar. Zudem sind die tiefergehenden Ursachen und speziell die Motive für eine mögliche Diskriminierung noch zu wenig erforscht, um daraus wirkungsvolle Interventionen ableiten zu können.

Im beantragten Projekt soll zunächst eine detaillierte Bestandsaufnahme erfolgen: Es sind umfangreiche Daten zum Wohnungsmarkt zu erschließen, um damit umfassende Analysen zur Wohnsituation und den Ursachen (räumlicher) Ungleichheiten durchzuführen. Darauf aufbauend sind in einem zweiten Schritt Erhebungen mit experimentellen Methoden vorgesehen, die eine noch genauere Ursachenforschung ermöglichen werden. Durch einen gezielten Zuschnitt der Experimente (Variation von Miet- versus Kaufinteresse, Marktbedingungen etc.) sollen alternative theoretische Erklärungen (etwa Vorurteile versus ökonomisches Gewinnstreben als Ursache von Diskriminierungen) in ihrer Relevanz erforscht werden.

 

Kontakt

katrin.auspurg@lmu.de andreas.schneck@soziologie.uni-muenchen.de