Quantitative Sozialforschung
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Nachwahlbefragung 2017

Nachwahlbefragung von Münchner Bürger*innen zur Bundestagswahl 2017

bundestagswahl-2718936_640Im Herbst 2017 fand im Nachgang zur Bundestagswahl 2017 eine Befragung zum Thema Wahlen und politische Beteiligung statt. In dieser von der Landeshauptstadt München finanzierten Studie wurden sowohl Wähler*innen als auch Nichtwähler*innen befragt.

Der Fokus der Untersuchung lag zum einen darauf, zu erfassen, welche Faktoren die Entscheidung, nicht wählen zu gehen, beeinflussen. Zum anderen wurde analysiert, welche Maßgaben dazu beitragen können, Nichtwähler*innen zur Wahl zu motivieren. Es erweisen sich lediglich einzelne demografische (Konfession), sozio-ökonomische (Pro-Kopf-Einkommen) und sozialstrukturelle Merkmale (Lebenszufriedenheit) als signifikant für die Erklärung der Entscheidung, nicht zu wählen. Langfristige politische Einstellungsmuster (politisches Interesse, politische Orientierung, Vertrauen in politische Institutionen und Demokratiezufriedenheit) sind dagegen wirkmächtiger und auch Einstellungen der politischen Partizipation (politische Desillusionierung und politische Informiertheit) entfalten eine gewisse Wirkkraft für die Erklärung des Wahlverhaltens.

Es zeigt sich, dass für die befragten Münchnerinnen und Münchner der Hauptgrund für die Entscheidung, nicht zu wählen das geringe Vertrauen in die Politiker*innen ist. Dem Vertrauensverlust könnten die Münchner Kommunalpolitiker*innen u.a. dadurch begegnen, dass sie den Wunsch der Befragten nach häufigerer Anwesenheit der Mitglieder des Stadtrates in den Stadtteilen aufgreifen, um dort mit den Bürger*innen zu sprechen und sich aktiv an Diskussionen zu beteiligen.

Die Ergebnisse der Befragung, an der sich 998 Personen beteiligt haben, liegen nun vor.

Download Ergebnisbericht (PDF, 1,1 MB).

Hier finden Sie eine Kurzfassung des Berichts mit Handlungsempfehlungen:

Download Kurzbericht (PDF, 370 kB).

Eine Ergebnis-Präsentation können Sie hier herunterladen (PDF, 118 kB).

Die Süddeutsche Zeitung berichtete am 20.04.2018 über die Ergebnisse der Studie.

Kontakt: Werner Fröhlich (E-Mail)